Die Mission

Ein „natürliches” Vorzeigeprojekt

DIE GARTEN TULLN hat sich seit ihrem Bestehen zu einem europaweit einzigartigen Vorzeigeprojekt entwickelt. Die streng ökologische Pflege der Anlage ist mittlerweile beispielgebend für viele andere, ähnliche Gartenschauen im In- und Ausland.
Am gesamten Areal halten sich die Gärtnerinnen und Gärtner streng an die von der Landesaktion „Natur im Garten“ vorgegebenen Kriterien: Verzicht auf Pestizide, Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger und Verzicht auf Torf.

Standortgerechte und abwechslungsreiche Bepflanzung, natürliche Düngung mit Kompost, Nützlingsförderung und biologische Mittel zur Pflanzenstärkung sind weitere wichtige Zutaten auf dem Weg zu einem sich selbst regenerierendes, stabiles und gesundes Ökosystem im Garten.

Nachhaltigkeit bedeutet auch, dass schonend mit den Ressourcen umgegangen wird. So wurde DIE GARTEN TULLN nicht als kurzfristiges Großereignis gestaltet, sondern als Dauereinrichtung konzipiert. Nicht nur der Wandel der Jahreszeiten, sondern auch der Wandel über die Jahre wird so für die Besucher erlebbar gemacht.

 

Umweltmanagement

Seit Anbeginn spielt die Umwelt auf der GARTEN TULLN eine ausgesprochen wichtige Rolle. Die absolute Beachtung der Kriterien der Aktion „Natur im Garten“ (Verzicht auf Pestizide, chemisch-synthetische Dünger und Torf) war und ist selbstverständlich. Als einzige ökologische Gartenschau Europas zeigen wir vor, wie eine dauerhafte Gartenschau ökologisch bewirtschaftet und vor allem langfristig bestehen kann. Aufgrund der großen Sensitivität gegenüber der Umwelt wollten wir noch eines draufsetzen und so kam die Idee ein Umweltmanagementsystem einzuführen.

Seit 2014 sind wir nun EMAS zertifiziert und freuen uns über die im Juni erfolgreich abgeschlossene Validierung. EMAS steht übrigens für "Eco-Management and Audit Scheme" und ist ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union, welche die kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistungen unterstützt. Hierzu wird jährlich eine aktuelle Umwelterklärung erstellt.

Hier finden Sie die EMAS Umwelterklärung 2017

Wir sind stets bemüht, unser Umweltmanagement weiter zu verbessern. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen und Ideen per Mail an nina.koenig@diegartentulln.at

 

Die 10 Fragen zur Ökologie und unsere Antworten

 

Ökologische Gartenschau – ist das überhaupt möglich?
Das funktioniert hervorragend, wenn man die natürlichen Regelkreise kennt und vorsichtig unterstützt.
Sieht man bei euch nur verwilderte Gärten und Wiesen?

Keineswegs, 60 Schaugärten zeigen eine große Vielfalt an Farben, Gestaltungsmöglichkeiten und Stilrichtungen.

Wird gegen das Unkraut überhaupt etwas unternommen?

Aus Rücksicht auf die Natur und unsere Besucher kommt nur ein Mittel zum Einsatz, das Unkraut vernichtet – die Hände unserer Gärtner. Da diese nicht überall gleichzeitig sein können, werden Sie bei uns auch vereinzelt Unkraut finden. Die Alternative wäre die Anwendung giftiger Herbizide, die für uns jedoch nicht in Frage kommt.

So ganz unter uns, funktioniert das wirklich ganz ohne spritzen?

Wir betreiben Pflanzenschutz nicht heimlich, sondern aktiv vor unseren Besuchern und erklären das auch gerne. Natürlich werden dabei nur ökologische Mittel gespritzt, aber eben solche, die für Menschen und Nützlinge ungiftig sind.

Kann ein Garten nur durch ökologische Hilfe überhaupt gepflegt aussehen?

Überzeugen Sie sich selbst. Wir zeigen Gärten und keine Gstätten. Einige Details der Pflege des Geländes gibt allerdings die Natur vor. Wir lassen auch verblühte Pflanzen stehen, zum Beispiel für die Samengewinnung oder weil Zwiebelpflanzen auch nach der Blüte noch mit ihren oberirdischen Teilen Kraft für da nächste Jahr sammeln müssen. Das ist eine Investition in die Schönheiten der folgenden Saison.

In welchem Garten finde ich meinen geliebten englischen Rasen?

Am besten in Sissinghurst, südlich von London, dort gibt es wie der Name schon sagt auch das richtige Klima dafür. Auf der GARTEN TULLN finden Sie vielfältige Wiesen- und Rasenflächen, die der Region und dem Klima entsprechen. Aber keine Angst – sie sind natürlich so gepflegt, dass sie sowohl eine Freude fürs Auge als auch zum Draufliegen sind.

Brauche ich bereits ein ökologisches Wissen, um die Gartenschau zu verstehen?

Nein, bei uns ist kein Vorwissen nötig. Wir sind überzeugt, dass ökologisches Handeln der richtige Weg ist und vermitteln das auch gerne. Wie Sie Ihr gewonnenes Wissen umsetzen, das bleibt Ihnen überlassen.

Warum musstet Ihr die Au schlägern, um dann erst ökologische Gärten anzulegen?

Für das Gelände der GARTEN TULLN wurde bewusst eine bestehende Lichtung im Auwald ausgewählt, die zuvor als Reitplatz verwendet wurde. Im Zuge der möglichst umweltschonenden Bauphase wurden auch die trocken gefallenen Altarme der Donauauen nahe der Gartenschau wieder revitalisiert. Der Eisvogel hat sich bei uns schnell wohlgefühlt und viele besondere Tiere und Pflanzen sind ihm gefolgt.

Können Frösche wirklich so laut quacken, oder wird mit einer Tonanlage nachgeholfen?
Zur Paarungszeit sind die Frösche in unseren Teichen schon auch mal ziemlich laut. Aber da DIE GARTEN TULLN kein Museum, sondern ein vitaler Lebensraum ist, nehmen wir das in Kauf und hoffen auf Ihr Verständnis. Dafür können wir in unserem Forschergarten auch spannende Programme mit Keschern im Teich anbieten. Vielfalt hat nicht nur Vorteile, aber deutlich mehr als Nachteile.

 

Sind bei euch nur die Gärten ökologisch oder die gesamte GARTEN TULLN?

Wir setzen ständig Maßnahmen, um die Verantwortung für die Umwelt in allen Bereichen wahrzunehmen. Von der Auswahl der verwendeten Materialien über sparsamen Ressourceneinsatz bis zum Angebot im Shop behandeln wir ein weites Feld, in dem wir laufend lernen und unsere positiven Erfahrungen auch gerne weitergeben.