Aktuelles aus den Gärten

Grauer Herbst?

Nicht auf der GARTEN TULLN! Hier beginnt gerade einer der Höhepunkte des Gartenjahres.

Die beginnende Herbstfärbung der Gehölze mischt sich mit den noch üppigen Herbstblumen zu einem bunten Spektakel. Wenn sich die morgendlichen Nebelschwaden verzogen haben taucht die milde Herbstsonne die Gärten in warmes Licht und lädt zu gemütlichen Spaziergängen ein.

 

Herbstliches Duftwunder - wintergrüne Ölweide

Elaeagnus ebbingei

Der süße Geruch nach Lilien, Vanille oder Jasmin, der jeden Herbst durch den vorderen Teil der Schaugärten zieht, führt jedes Jahr wieder zu zahlreichen Fragen seinem Ursprung. Dieser ist zugegebenermaßen nicht leicht zu finden, da der Duft oft schon aus großer Entfernung wahrgenommen wird und von unscheinbaren Blüten ausgeht.

Des Rätsels Lösung: An der Holzwand zwischen „Schmetterlinge im Bauch“ und „Gold und Silber“ wächst ein sparriger Strauch dessen kleine weißliche Blüten sich zum Großteil unter den silbrig-grünen Blättern verstecken: die Wintergrüne Ölweide, Elaeagnus ebbingei

Sie blüht von Ende September bis zum ersten stärkeren Frost, manchmal sogar bis in die Weihnachtszeit.

 

Dreiblattzitrone, Bitterorange

Poncirus trifoliata

An der Rückseite des Wachaugartens  wachsen zwei Sträucher der Dreiblattzitrone. Diese Verwandte der Zitrusfrüchte ist im Gegensatz zu diesen voll winterhart.

Die pelzigen Früchte sind zwar zu bitter um in der Küche verwendet zu werden, verströmen aber einen angenehm harzig-zitronigen Duft. Vorsicht, die Äste sind mit nadelscharfen Dornen besetzt!

 

 

Thunbergs Buschklee

Lespedeza thunbergii

Im Bibelgarten fällt die Blüte des Buschklees auf. Dieser japanische Strauch blüht von Spätsommer bis in den Spätherbst. Seine langen dünnen Triebe können die Blütenmasse nicht tragen weshalb er gestützt werden sollte oder einen Platz benötigt, von dem aus er nacht unten hängt.

Bei Bienen und Hummeln ist der Buschklee gleich beliebt wie der heimische Klee.

 

 

 

Oktober-Clematis / Rispenblütige Waldrebe

Clematis terniflora

An der Lagerhütte neben dem Bauerngarten blüht zurzeit diese Waldrebe. Die Art ähnelt der heimischen Waldrebe, hat ähnlich kleine Blüten, blüht aber um Monate später. Sie verströmt einen betörenden Duft, der auch an kühlen Herbsttagen, sogar aus einiger Entfernung, wahrzunehmen ist.

Wir schneiden sie jedes Frühjahr stark zurück, da sie an den neuen Trieben besonders stark blüht und sonst gerne im unteren Teil kahl wird. Trotzdem klettert sie drei bis fünf Meter hoch.

 

 

 

Papiermaulbeerbaum

Broussonetia papyrifera

Im Arboretum gleich neben dem Eingang zum Bayrischen Biergarten steht dieser sehr anspruchslose Großstrauch. Im Gegensatz zu den echten Maulbeeren sind die Früchte nicht essbar, das Laub aber dafür umso attraktiver. Seinen Namen hat er von der Verwendung der Rinde in der Erzeugung von Chinapapier. Er  ist zwar frosthart, benötigt aber sommerliche Wärme um gut zu gedeihen. Er trotzt Hitze und Trockenheit und ist als junge Pflanze äußerst raschwüchsig.

 

 

 

 

Mammutblatt

Gunnera tinctoria

Im Recyclinggarten am Rand des Teiches fällt eine Pflanze mit riesigen Blättern auf.

Mit einem dicken Schutz aus Laub ist die aus Südamerika stammende Pflanze auch bei uns winterhart. Die Blätter gehören mit bis zu eineinhalb Meter Durchmesser und zwei Meter langen Stielen zu den beeindrucktesten Erscheinungen im Pflanzenreich. Im unteren Teil des Blattstiels leben Blaualgen welche Stickstoff aus der Luft fixieren und der Pflanze zur Verfügung stellen.

Unsere Pflanze ist erst drei Jahre alt und noch nicht ganz ausgewachsen, organische Düngung im Frühjahr und der unbeschränkte Zugang zu Wasser am Teichrand  sorgen aber schon für üppiges Wachstum.

 

"Natur im Garten" Telefon

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